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Bibel Impuls

Nur noch ein Schritt

Die Jünger rudern mit Jesus über den See und haben als Lunch-Paket nur ein einziges Brot dabei. Irgendwie hatten sie vergessen, mehr mitzunehmen und vermutlich stellte sich der ein oder andere die Frage: Werden wir heute alle satt? Wie teilen wir das Brot so, dass möglichst jeder ein gleich großes Stück bekommt? Aber was machen wir dann, wenn wir danach immer noch Hunger haben? Fragen über Fragen. Jesus weiß von ihren Fragen, ohne dass sie ihm davon erzählen und fordert sie heraus: „Warum macht ihr euch Sorgen darüber, dass ihr nichts zu essen habt? Werdet ihr denn nie lernen und begreifen? […] Ihr habt doch Augen, könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren – könnt ihr nicht hören? Erinnert ihr euch denn nicht?“ (Vers 17+18). Nach diesem Fragenhagel führt er ihnen die beiden Situationen vor Augen, wo sie bereits das Wunder der Brotvermehrung mit eigenen Augen gesehen und mit dem eigenen Mund geschmeckt haben. Und er endet mit dem Satz: „Begreift ihr denn immer noch nicht?“

Irgendwie kann ich den etwas ungehaltenen Ton in den Worten Jesu nachvollziehen. So oft hatte er ihnen doch ein Wunder nach dem anderen auf dem Tablett serviert. So oft durften sie doch schon tatsächlich Zeugen seiner übernatürlichen Taten werden. Warum musste er sie also dann immer und immer wieder dazu einladen, ihm ein weiteres Mal zu vertrauen? Auch wenn ich schnell dazu verleitet werde, das Verhalten der Jünger zu belächeln, darf ich mich lieber selbst an meine eigene Nase packen. Geht es mir nicht oft genauso wie ihnen?

Auch ich habe so oft schon echt unglaublich tolle Wunder erleben dürfen. Gott also hautnah gespürt und erfahren. Besondere und unerwartete Geschenke von ihm bekommen. Seine Führung auf bemerkenswerte Weise erlebt. Und trotzdem stehe ich immer und immer wieder neu vor der Herausforderung, Jesus auch ein weiteres Mal zu vertrauen. Immer wieder bin ich gefragt, diesen einen Schritt hinein in das Vertrauen Gottes zu tun. Ohne zu wissen, dass die Wege so ausgehen, wie ich es mir erhoffe oder wünsche. Diesen einen Schritt in die Gewissheit hinein, dass Gott mich führen wird und er es jederzeit gut mit mir meint. Fast täglich stehe ich neu in der Spannung und Herausforderung, Gott ein weiteres Mal zu vertrauen. Dabei spüre ich, wie der Schritt hinein ins Vertrauen meinen Glauben dehnt und meinen Blick auf Gott weitet. Diese Spannung ist gut und wichtig für mein Leben, denn Gott will mich dadurch immer wieder von meiner Angst hinaus in die Freiheit führen. Und genau da will ich hin.

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