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Liebe deine Feinde

Am 17. August 2017 musste ich lernen, was es bedeutet, wirkliche Feinde zu haben. Nicht Leute, mit denen ich nicht klar kam, oder die mich mobbten, sondern Menschen, die mich umbringen wollten.

Ich hatte immer wieder von Christen überall auf der Welt gehört, die ihre Feinde liebten, sie segneten und ihnen Gutes taten, obwohl sie unter größter Verfolgung litten. Ich konnte nie wirklich verstehen, warum sie das taten und wie sie überhaupt dazu in der Lage waren.
Für mich waren meine Feinde die, die mich auf dem Pausenhof mobbten und mich runtermachten.

Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, diese Leute zu segnen oder sogar zu lieben. Wenn ich dann doch mal für meine Mobber betete, dann eher aus Pflichtgefühl heraus und in der Hoffnung, dass Gott sie zum Aufhören bewegen würde.

Dieses Feindbild hat sich an dem Tag geändert, als ich mit Freunden zum ersten Mal in Barcelona war. An diesem Tag wurden wir Zeugen eines Terroranschlags, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und 120 Menschen verletzt wurden. Auch meine Freunde mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ich selber wurde durch Gottes Gnade nur leicht verletzt, aber ich hatte erfahren, was es bedeutet, Feinde zu haben, die mich umbringen wollten.

In den nächsten Tagen war ich am Boden zerstört. Doch anstatt mich hinter Zorn und Verbitterung zu verkriechen, legte ich diesen Haufen vor Gott hin und überließ es ihm, aus diesen Trümmern etwas zu machen. Und das tat er. Er baute etwas, was ich nicht für möglich gehalten hatte. Anstatt die Leute zu hassen, die offensichtlich meine Feinde waren, ermöglichte Gott mir, sie zu lieben. Ich sah diese Menschen durch Gottes Augen als seine geliebten Geschöpfe. Ich begann, für sie zu beten. Ich durfte ihnen nicht nur vergeben, ich konnte sie sogar segnen. Mit meiner eigenen Kraft wäre mir das nie möglich gewesen. Im Römerbrief 5,5 steht dazu: „[…]denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“ Gott schenkt seinen Kindern das, was kein Mensch aus eigener Kraft schaffen kann: Die Liebe zu unseren Feinden.

„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen“ (SCH2000, Matthäus 5:44).

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