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Die Isomatte

Zitternd vor Kälte wache ich auf. Ich liege noch immer in meinen Schlafsack eingewickelt am Rande einer kleinen Waldlichtung. Jetzt erst bemerke ich, dass sich der frostige Waldboden unter mir härter anfühlt, als noch vor einigen Stunden. Ich friere. Bitterlich. Und meine Isomatte liegt platt gedrückt unter mir. Sie hat Luft verloren. Der Gegenstand, der mich vor dem kalten Untergrund schützen sollte, hat nicht mehr das getan, wozu er eigentlich geschaffen wurde. Man könnte auch sagen: Meine Isomatte war nicht mehr leistungsfähig. Ihr ging die Luft aus.

Auch in meinem Leben geht mir hin und wieder die Luft aus. Dann bin auch ich nicht mehr leistungsfähig. Das passiert mir vor allem, wenn ich über einen zu langen Zeitraum Stress ausgesetzt bin, zu viel Zeit alleine verbringe oder mir übermäßige Sorgen um meine Zukunft mache. Hoffnungslosigkeit, Gereiztheit, starker Egoismus, andere kontrollieren wollen und Depressionen können die Folgen sein.

Genauso wie meine Isomatte bin auch ich darauf angewiesen mit Luft versorgt zu werden. Gott sagt mir auf den ersten Seiten der Bibel, dass er mir „seinen Atem“ eingehaucht hat (1. Mose 2,7). Dieser Atem Gottes lässt mich nicht einfach nur funktionieren. Er lässt mich leben! Er lässt mich kreativ, innovativ, kritisch, fürsorglich, reflektiert und selbstlos sein! Gott hat mich also nicht nur in seinem Ebenbild geschaffen, sondern mir auch seinen schöpferischen Atem eingehaucht.

Aus diesem Grund muss ich immer wieder bei Gott Luft holen. Aufatmen. Zu Luft kommen. Mich erholen. Erfüllen lassen.

„Lasst euch vom Geist Gottes erfüllen.“ – Epheserbrief 5,18b

Genauso wie meine Isomatte muss ich mich immer wieder erfüllen lassen. Denn nur so kann ich das leben, wozu Gott mich geschaffen hat.

27.11.2018

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