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Eine Welt ohne Likes

Wie fühlt es sich für dich an, wenn deine Bilder gelikt werden? Wahrscheinlich kannst du dich noch an das Gefühl der „besten“ Beiträge in deinem Feed erinnern, weil da besonders viel Dopamin in deinem Gehirn ausgeschüttet wurde, das dir einfach dieses gute Gefühl gibt. Diese Good-Feeling-Beiträge sind die erstaunlichen, die ausgezeichneten, die besonderen.

Die Algorithmen und Schleifen, die dafür programmiert wurden, bestimmen unser Leben. Und leider auch häufig unseren Wert. Wer kaum gelikt wird, fühlt sich wertloser. Wenn das bei mir so ist, frag ich mich: „War das Bild zu schlecht?“ oder sogar: „Bin ich zu schlecht? Zu hässlich?“ Mehr als jede andere Generation kämpfen wir dabei mit den Fragen: „Bin ich genug?“ und „Wer sieht mich?“

Aber stell dir vor, der Algorithmus wäre kommunistisch und würde alle Likes immer sofort umverteilen? Egal, wie gut oder schlecht dein Bild ist. Alle Bilder auf Social Media hätten exakt die gleiche Anzahl an Likes, die mit jedem aktiven Liken immer weiter wachsen würde.
Oder stell dir eine Welt vor, ganz ohne Like-, Love- oder Gefällt-mir-Buttons. Ohne Downloads- und Abrufstatistiken, um deinen „Erfolg“ zu messen. Stell dir vor, dass es Follower gäbe, aber niemand die Anzahl wüsste. Das wäre echt entspannend. Kein Konkurrenzkampf. Kein Neid. Kein Minderwert, der über Social Media noch gepusht wird. Schön wär’s, aber leider in unserer Welt ziemlich utopisch.

Doch Gott bietet uns trotzdem einen Ausweg aus dieser Gefangenschaft an. Wenn wir uns auf ihn fokussieren und damit wissen, wer wir sind, haben wir keinen Grund mehr neidisch zu sein oder uns zu schlecht zu fühlen.
Du kannst bspw. deine Gedanken auf ihn richten und deinen Wert auf das richten, was er dir zuspricht: „Du bist auf erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht“ (nach Psalm 139,14). Schönheit gehört nicht dem, der häufig gelikt wird, sondern kommt allein durch den, der dich ausgedacht hat. Er ist der Gott, der dich sieht (1. Mose 16,13).

Auf die Idee zu diesem Text bin ich durch den stepstunes „Sick Boy“ von Tobi gekommen.

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