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Ganz oben angekommen

Vor wenigen Stunden starb beim Abstieg vom Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt, bereits die zehnte Person in den vergangenen Tagen. Die Menschen sterben nicht, weil sie irgendwie stürzen, im Gegenteil: Aktuell ist super Bergsteigerwetter und es herrschen beste Bedingungen. Weil so viele Leute rauf wollen, kommt man aber nicht gut vorwärts. Es ist Stau. Beim Warten wird der notwendige künstliche Sauerstoff verbraucht. Für den Abstieg ist bei einigen dann kein Sauerstoff mehr übrig.

Aus ihrer eigenen Kraft können sie eigentlich nicht mal den Gipfel erreichen. Im größten Triumph – den höchsten Berg zu besteigen – liegt ihre größte Niederlage – sie sterben. Die Luft ist ziemlich dünn, wenn man so großen Erfolg hat. Wer nicht an diese Luft gewöhnt ist, setzt so sein Leben aufs Spiel. Die Versorgung mit der notwendigen Luft von außen ist deshalb lebensnotwendig. Bergsteiger verlieren ihr Leben, weil sie dieses große Risiko eingehen.

Dieses echt tragische Schicksal erinnert mich an eine geistliche Wahrheit in meinem eigenen Leben: Wir kamen Sonntagnachmittag mit unserem Aussteller-Team vom Willow-Youngster-Kongress zurück. Wir hatten unglaublich gute Begegnungen, viele gute Gespräche und bekamen sehr viel Lob und Ermutigung von der STEPS-Community. Als mal irgendwann so am Stück unsere Arbeit von den unterschiedlichsten Leuten in den höchsten Tönen gelobt wurde, fühlte ich mich wie auf dem Gipfel des Erfolgs – ganz oben angekommen. Doch die Luft ist dünn da oben. Ich bin sicher, dass das etwas mit uns macht, wenn das andauernd passiert. Wir sind als Menschen nicht dafür gemacht, immer nur gelobt zu werden. Natürlich tut uns das einerseits total gut, aber wenn wir nur noch gefeiert werden, steigt zumindest mir das richtig zu Kopf. Ich stehe in der Gefahr mir was einzubilden, was aber eigentlich gar nicht mein Verdienst ist. Ich stehe in der Gefahr abzustürzen und den Fokus zu verlieren. Ich brauche deshalb die richtige Ausrichtung, den richtigen Antrieb, den richtigen „Sauerstoff“.

Ich habe in diesem Moment so krass gemerkt, dass ich in diesem Moment des Erfolgs total von Gott abhängig sein muss. Ich brauche jemanden, der das Lob und die Ehre für längere Zeit tragen kann und das bin ich sicherlich nicht. In Offenbarung 4 werfen die Ältesten ihre Kronen vor Gott hin. Das will ich auch immer machen. In einem Song gibt es eine Liedzeile, die das ausdrückt, und mir in solchen Momenten immer wieder den Blick neu ausrichtet: „Any crown I’ve ever worn I lay it down“ (You are worthy).
Mir hat das an dem Samstagnachmittag richtig weitergeholfen. Ich wünsche dir sehr, dass du Gott auch in deinen Erfolgen in den Mittelpunkt stellen kannst.

Foto: ralky, VisualHunt /  CC BY

28.05.2019

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