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Perfekt inszeniert

Am Wochenende ging es in sieben von zehn Top-Online-Artikeln in Deutschland über Greta Thunbergs Reise mit dem ICE quer durchs Land. Wirklich weltbewegend!
N-TV, Welt, Stern, Bild, Focus berichteten auf jeden Fall in mehreren Artikeln davon. Greta hatte wohl keinen Sitzplatz bekommen und saß deshalb zwischen ihren Taschen im Flur. Später kam dann aber raus, dass sie ab Kassel doch einen Sitzplatz in der Ersten Klasse hatte.
Viele stürzten sich schon vorher drauf und verbreiteten Verschwörungstheorien, Unterstellungen und falsche Aussagen. Leute, die Greta mögen, antworteten darauf wieder mit Beleidigungen, ließen Informationen weg, interpretierten die Story auf ihre Art. Schnell waren wieder die Fronten klar.

Generell ticken heute viele Leute so in unserer Gesellschaft. Wir werden manipuliert und können dabei fast nie wirklich selbst hinter die Fassade schauen. Aber nur zu gerne schaffen wir deshalb auch selbst Aufreger, übertreiben, unterstellen, lassen Informationen weg, instrumentalisieren, usw.
Das fiel mir auch bei mir selbst auf. Und gleichzeitig kritisiere ich innerlich das Verhalten unserer Gesellschaft. Crazy. Ich sage nicht die ganze Wahrheit, wenn ich mal wieder eine Aufgabe nicht fertig bekomme. Versuche Tatsachen versteckt zu halten. Es fällt mir in so einer Situation extrem schwer, einen Fehler bzw. meine Faulheit zuzugeben. Ich übertreibe, um Dinge lustiger werden zu lassen oder um besser dazustehen und was zu erzählen zu haben. Ich inszeniere mich, um Mitleid und Aufmerksamkeit zu bekommen.

Gott ruft mich im Petrusbrief aber dazu auf bei der Wahrheit zu bleiben. „Denn wer das Leben liebt und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge. Kein böses Wort und keine Lüge verlasse seinen Mund“ (1. Petrus 3,10). Mein Leben soll authentisch sein. Ich soll mich nicht fürchten, wenn ich Fehler mache, sondern sie zugeben, auf Gottes Gnade vertrauen und durch sie dabei verändert werden. Das wünsch ich mir von ganzem Herzen für mein Leben. Weniger selbst übertreiben, unterstellen und mich aufregen, damit Gott noch mehr durch mich sichtbar wird.

17.12.2019

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