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Mission

Ein Jahr ganz anders

Wir saßen zu viert im engen Passagierraum des kleinen Propellerflugzeugs, unsere zahnmedizinische Ausrüstung war auf ein Minimum reduziert, sorgsam abgewogen und hinter uns verstaut. Unter uns breitete sich eine atemberaubende Berglandschaft aus. Flüsse durchtrennten die mit Dschungel bewachsenen Bergketten, immer wieder ließen sich beeindruckende Wasserfälle ausmachen. Seit Minuten hatte ich keine Straße mehr gesehen und die wenigen Häuser waren mit ihren Grasdächern kaum auszumachen. 45 Minuten lang flog unser Flugzeug tief in den Westen Papua-Neuguineas. Ich war überwältigt und konnte irgendwie nicht fassen, was ich gerade erlebte.

Ich war 19 Jahre alt und hatte mich kurz nach Abschluss meiner Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten nach Papua-Neuguinea aufgemacht, um dort in einer Zahnarztpraxis auf der Missionsstation Lapilo zu arbeiten. Neben der Arbeit in der Praxis versuchten wir so oft wie möglich, in den Dschungel zu schwer erreichbaren Volksgruppen zu fliegen, um die Menschen dort zahnmedizinisch zu versorgen, die sonst kaum Aussichten auf medizinische Hilfe hatten. Das waren die schönsten und gleichzeitig die herausforderndsten Tage. Am Anfang verstand ich die Sprache noch nicht, und mit einer Minimal-Ausrüstung – Spritzen, Zangen und Mulltupfer – unterschied sich unsere Arbeit hier grundlegend von der in der Praxis. Ohne Röntgenbilder, Zahnarztstuhl oder Absauganlage in einer alles anderen als sterilen Umgebung zogen wir Zähne und halfen, wo wir konnten. Dabei lernten wir vor allem die Menschen kennen. Wir saßen mit ihnen in ihren kleinen, verrauchten Hütten, wanderten zu ihren Gärten, erfrischten uns in ihren Flüssen und Wasserfällen, vor allem aber hörten wir ihre Geschichten. Wie Gott ihre Herzen verändert hat, wo jetzt Friede ist anstelle von Krieg, Liebe anstelle von Hass, Vergebung anstelle von Rache. Wir nahmen einander in den Arm, lachten und lobten Gott in Liedern einer Sprache, die mir unverständlich war, in einer Art, die ich nicht kannte, einander bisher fremd und doch gleich standen wir vor Gott als seine geliebten Kinder.

Die 14 Monate in Papua-Neuguinea waren eine prägende Zeit, denn auch wenn es mal schwierig wurde und Krankheiten und Enttäuschungen nicht auf sich warten ließen, wusste ich mich immer von Gott geliebt und getragen. Er hat mich überreich beschenkt.

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Dieser Beitrag wurde von Ethnos360 zur Verfügung gestellt.

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