Mehr glaubenGutes Tun

Mission

Mit Gott in Frankreich

Palmen ziehen an mir vorüber, ich kann das Meer sehen. Ein jubelndes Gefühl steigt in mir hoch, ich muss meine Freude unbedingt teilen. Es fühlt sich an, als ob ich in den Urlaub fahre! Diese Gedanken habe ich auf der Bahnfahrt zu meiner Einsatzstelle in Nizza. Dort darf ich in einem muslimischen Viertel in einem Hausaufgaben- und Begegnungszentrum für Kinder und Jugendliche mitarbeiten. Mega – dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen!

Als klar wird, dass es für meinen Freiwilligendienst nach Nizza geht, steht für mich fest: Ich möchte mit dem Zug fahren. Es ist nicht nur besser für die Umwelt. Hier kann ich auch nachdenken, Musik hören, beten, einfach nur aus dem Fenster schauen – und dabei Frankreich durchqueren. Die Landschaft ändert sich stündlich. In der Gegend um Paris faszinieren mich die schönen Steinziegelhäuser. Einige Zeit danach wird die Landschaft saftig grün. Die Wiesen sind von Wasserfurchen und niedrigen Heckenmauern durchzogen. Ein Pferd schlürft aus einer Wasserpfütze. Immer wieder ziehen kleine Dörfer am Fenster vorbei. Ich sauge die Eindrücke in mich auf. Ab und zu höre ich neugierig hin, ob ich Fetzen der französischen Sprache verstehe.Wir erreichen Marseille. Als ich das Meer sehe, platze ich fast vor Freude und danke Gott dafür. Jetzt wird der Zug langsamer und wir passieren Toulon, Saint-Raphaël Valescure und Cannes. Es ist bereits Nacht geworden. Der Zug rollt in Nizza ein. Ich bin schon nervös – was wird mich jetzt erwarten? Zeit, auszusteigen und den neuen Lebensabschnitt mit Gott zu starten.

In meiner Zeit in Nizza erfahre ich: Gott berührt hier die Menschen. Im Team beten wir für „unsere“ Kinder. Es gibt Hausaufgabenbetreuung, Spiele und eine Jungschar. Zusätzlich gibt es eine Kleiderkammer und einmal in der Woche wird selbst vorbereitetes Essen an Obdachlose verteilt, wo sich immer wieder Gespräche über Gott ergeben. Weil ich gerne erkläre, freue ich mich total, Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen. Sie sind sehr aktiv, es wird nie langweilig mit ihnen. Hier lerne ich zum Beispiel auch Charly kennen. Mittlerweile ist sie ca. 15 Jahre alt. Sie kommt schon von klein auf ins Zentrum und in die Frühjahrsfreizeiten. Jahrelang hatte sie mit Wutausbrüchen zu kämpfen, menschlich bereits viel Ablehnung erfahren. Auf einer Freizeit vor ein paar Jahren hat sich etwas in ihr verändert. Die Wutausbrüche verschwanden ab diesem Zeitpunkt. Sowas kann nur Jesus. Bitte bete mit für diese wertvolle Arbeit!
In ein anderes Land, anderes Hobby, eine andere Kultur – wo will Gott dich mit auf eine Reise nehmen um seine Botschaft zu erzählen?

Dieser Beitrag wurde von der DMGzur Verfügung gestellt. Folg uns auf Instagram unter @dmgint, um mehr von unseren Missionaren weltweit zu erfahren und Infos über Missionseinsätze zu bekommen.

 

Back To Top
Kontakt
www.facebook.com/steps365 0176/44424561 info@365steps.de