STEPS-KonferenzEndlich Frühling

„Die Grünen sind für mich!“

Lesezeit 5 Minuten
21. April 2017
Das hast du davon:

Es geht hier um Dinge, die du nicht mit anderen teilen würdest. Dinge, die du nur für dich nimmst; die dir heilig sind. Das, was du nicht brauchst, kann gerne auch von anderen genommen werden, aber nicht das, was dir lieb und teuer ist. „Okay… es wird herausfordernd!“

Warum habe ich das geschrieben?

Ich möchte deine Prioritätenliste hinterfragen und dich herausfordern, Jesus den ersten Platz zu geben.

Challenge – was kannst du tun?

Achte in den kommenden Tagen mal darauf, welche Dinge für dich mehr als gut sind. Wovon könntest du dich niemals trennen? Wie würdest du reagieren, wenn man dir diese Dinge nehmen würde? Frage dich, ob Jesus Christus immer noch den ersten Platz in deinem Leben hat.

Früher in der Schule hatte ich einen Freund, der oft Gummibärchen dabei hatte. Die grünen haben ihm am besten geschmeckt. Diese hat er sich aufgehoben. Beiseitegelegt. Abgesondert. Er sagte: „Ey, ihr könnt alle anderen haben, aber nicht die grünen. Die sind mir heilig.“

Der Bibeltext aus 2. Mose 28-30 beschreibt viele Elemente, die Gott heilig sind. Es sind Gottes Anweisungen an Mose. Mose ist dort grade vierzig Tage auf dem Berg Sinai. Gott sagt ihm, wie die Stiftshütte gebaut werden muss und noch einiges mehr: Zum Beispiel die Brusttasche und die Kleidung des Hohepriesters. In 2. Mose 30 wird dann auch ein Altar genannt. Auch wenn das jetzt vielleicht schwierig wird:

Ich möchte dich herausfordern, kurz mit mir über die Bedeutung eines Altars nachzudenken. In manchen Kirchen und Gemeindehäusern findet man einen Altar, in andern fehlt dieser. Vor einigen Wochen war eine Schulklasse zur Besichtigung in unserem Gemeindehaus. Auf dem Lehrplan der Schule ging es um religiöse Architektur und Einrichtungen. Die Schüler sollten Kirchen und Gemeinden untersuchen. Nachdem die Klasse die katholische und die evangelische Kirche besichtigt hatten, stürmten die Schüler voller Erwartung in die Räume unserer EFG Haiger. Jeder Schüler hatte ein Arbeitsblatt erhalten auf dem einige Aufgaben standen. Die Schüler sollten sich „heilige Elemente“ und die Architektur des Raumes ansehen. Die Lehrerin bat mich, erst mal nichts zu sagen. Der erste Eindruck sollte zählen. Die Fragen auf dem Blatt waren in etwa: Wo befindet sich der Altar? Wo das Kreuz? Wo die Christus- bzw. Maria-Statue? Usw. Die Schüler verteilten sich im Gemeindesaal und suchten nach den Dingen. Schon nach kurzer Zeit rief dann ein Schüler: „Hier is ja nix!“ Ein anderer fügte hinzu: „Ich hab nur Striche auf meinem Arbeitsblatt, ich kann nichts finden.“ Nach einiger Zeit wurden die Schüler zusammengerufen.

Und nun musste ich ihnen erklären, warum wir keinen Altar in unserem Gemeindehaus haben. Braucht man einen Altar oder nicht? Hat ein Altar für Christen eine Bedeutung, oder nicht? Wenn wir einen Altar haben, dann brauchen wir eine Begründung dafür. Wenn nicht, müssen wir ebenfalls sagen können, warum wir keinen Altar haben. Gott spricht halt in seinen Anweisungen an Mose über einen hochheiligen Altar. Ist ein Altar im Gemeindehaus heilig oder ist er das nicht? Eigentlich geht’s darum: Sind Gegenstände überhaupt heilig? Die Schüler saßen also voller Erwartung vor mir und erwarteten eine Antwort von mir.

„Nehmen wir mal an, einer von euch hat heute Geburtstag. Wie kann ich erfahren, ohne dass es mir jemand sagt, dass hier ein Geburtstagskind sitzt?“ Ich hoffte, dass die Schüler dadurch den Unterschied zwischen Form und Inhalt checken würden. Wenn ein Schüler Geburtstag hat, wird man das in dem Alter nicht an der äußeren Form festmachen können. Hat ein Schüler eine Geburtstagskrone oder einen Geburtstagskuchen mit Kerzen den Tag über bei sich, ist der Fall klar. Wenn er aber nichts bei sich hat, gibt es doch eine Möglichkeit zu erfahren, dass es ein glückliches Geburtstagkind ist. Man sieht es durch seine Ausstrahlung und die innere Freude, die an einem so besonderen Tag deutlich wird. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

Die Anweisungen an Mose für den Bau der Stiftshütte zeigen, dass Gott Dinge für sich bestimmt – also durch die äußere Form. Der Rauchopferaltar, der Brandopferaltar, der goldene Leuchter, die Bundeslade sind geheiligte Dinge, die Gott für seinen Gottesdienst angeordnet hat. Durch diese Dinge sollte Gottes Heiligkeit deutlich werden. Menschen konnten nur durch die Reinigungs- und Opfervorschriften über den Hohepriester mit Gott in Kontakt treten.

Am Kreuz von Golgatha aber wurde das Lamm Gottes geschlachtet, Jesus Christus, Gottes Sohn. Sein vergossenes Blut hat auch uns heilig und rein gemacht. Wir können jetzt ohne Umwege direkt mit dem Vater im Himmel Kontakt aufnehmen. Gott der Vater hat durch seinen Sohn uns Christen ausgesondert. Und uns so zu etwas Besonderem gemacht. Er will dich haben. Mich haben. Uns haben. Keine materiellen Dinge – keine äußere Form. Sondern dein Herz. ER liebt uns und teilt uns mit keinem anderen. Wir gehören ihm. Wir sind sozusagen seine grünen Gummibärchen.

Ich frag mich häufig, ob ich dann auch bereit bin, mich ihm ganz hinzugeben? Ich weiß: Er will mich ganz haben. Aber weihe ich ihm alles oder behalte ich immer Dinge für mich? Sind mir irgendwelche Dinge heilig – so wichtig, dass ich die mit keinem teilen will?

Was sind deine grünen Gummibärchen? Wenn du diese Dinge für dich selbst behältst, dann wirst du sie auch nicht mit Gott teilen. Was ist das bei dir? Das sind Sachen, die dir schmecken. Sogar unglaublich gut. Zu gut, um sie abzugeben. Einen guten Ruf zu genießen ist schön, bin ich aber bereit ihn Gott zu geben? Anerkennung durch Sport und Fitness zu bekommen ist schön, aber bin ich bereit sie zu opfern? Jesus Christus hat sein Leben für dich gegeben. Ich möchte dich ermutigen, ihm dein Leben zu geben. Das ist Nachfolge, auch im 21. Jahrhundert.

Wenn du dich ihm ganz hingibst, wird er durch seinen Geist in dein Leben kommen. Er wird anfangen, dich umzugestalten. Er wird den Schmutz der grünen Gummibärchen wegmachen. Er wird dich gebrauchen und dich an den Platz stellen, den er für dich vorgesehen hat. Ein innerer Frieden und eine unaussprechliche Freude werden dein Leben bestimmen.

Im Alten Testament hat Gott den Altar und die anderen Gegenstände in der Stiftshütte für sich abgesondert. Im Neuen Testament hat Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung den Dienst in der Stiftshütte erfüllt, sodass Gott nun uns Menschen für sich heiligt. Unglaublich, aber wahr!

Lässt du dich auf ihn ein?

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