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Wie geht eigentlich … Buße?

Lesezeit 3 Minuten
24. April 2020

Das Ziel der Veränderung:
 „Gott, gib mir
eine tiefe Demut,
einen zielstrebigen Eifer,
eine brennende Liebe
und ein klares Auge.“  – George Whitefield (1714-1770)

1. Evangeliumszentrierte Buße fördert tiefe Demut
Ich frage mich: Habe ich heute auf jemanden herabgesehen? Hat eine Kritik mich zu sehr getroffen? Habe ich mich schlecht behandelt oder überflüssig bzw. ignoriert gefühlt?

Ich tue Buße … indem ich über die riesige Gnade von Jesus nachdenke, bis ich spüre,
(a) wie meine Geringschätzung anderer weniger wird, weil ich erkenne, dass ich ja auch nur ein Sünder bin und
(b) wie Kritik mir nicht mehr so weh tut, da Gottes Liebe doch wichtiger ist als die Meinung und Anerkennung von Menschen. Im Licht der Gnade von Jesus muss ich nicht mehr pausenlos mein Image pflegen, das ist zu schwer für mich und auch gar nicht mehr nötig. Ich denke über die unverdiente Gnade Gottes nach, bis ich sowohl eine tiefe Demut als auch eine dankbare Freude spüre.

 

2. Evangeliumszentrierte Buße fördert einen zielstrebigen Eifer

Ich frage mich: Bin ich heute Menschen oder Aufgaben aus dem Weg gegangen? Habe ich mich von ängstlichen Sorgen treiben lassen? War ich zu aufbrausend oder impulsiv?

Ich tue Buße … indem ich über die unermessliche Gnade von Jesus nachdenke, bis ich
(a) schwierigen Dingen nicht mehr feige aus dem Weg gehe, weil Jesus für mich das Böse konfrontiert hat, und ich
(b) nicht mehr ängstlich oder übereilt handle, da der Tod von Jesus bewiesen hat, dass Gott für mich sorgt und über mich wacht. Es braucht Stolz, um sich Sorgen zu machen, und ich erkenne, dass ich nicht schlau genug bin, um zu wissen, wie mein Leben verlaufen sollte. Ich denke über die unverdiente Gnade nach, bis ich eine stille Besonnenheit spüre und bereit bin, mutige Schritte zu tun.

3. Evangeliumszentrierte Buße fördert brennende Liebe

Ich frage mich: Habe ich heute negativ oder böse über einen Menschen geredet oder gedacht? Versuche ich, mich selber zu rechtfertigen, indem ich mich über jemanden aufrege oder lustig mache? War ich ungeduldig und gereizt? Habe ich mich nur mit mir selber beschäftigt und die anderen übersehen?

Ich tue Buße … indem ich über die unermessliche Gnade Jesu nachdenke, bis
(a) keine Kälte und Unfreundlichkeit mehr in mir ist, weil Christus sich für mich aus Liebe geopfert hat,
(b) ich nicht mehr ungeduldig bin, weil doch Jesus so viel Geduld mit mir hat, und
(c) meine Gleichgültigkeit weg ist, weil Gott sich doch so unendlich um mich kümmert. Ich denke über Gottes unverdiente Gnade nach, bis ich Wärme und Liebe in mir spüre.

4. Evangeliumszentrierte Buße fördert ein klares Auge

 Ich frage mich: Tue ich das, was ich mache, zu Gottes Ehre und zum Wohl meiner Mitmenschen – oder bin ich von Ängsten getrieben, dem Hunger nach Anerkennung oder Bequemlichkeit, Beifall oder Macht, der Kontrollsucht oder der Menschenfurcht? Bin ich neidisch auf jemanden? Verbringe ich meine Zeit zu sehr mit dem, was ich scheinbar gerade brauche, und nicht mit dem, was aus Gottes Perspektive wichtig ist?

Ich tue Buße … indem ich mir vor Augen führe, wie die unermessliche Gnade von Jesus mir genau das gibt, was ich fälschlicherweise in all diesen anderen Dingen gesucht habe. Ich denke über die Gnade Gottes nach, bis sie mir zur Freude und zu meinem großen Glück wird.

(Als Vorlage diente Timothy Keller: Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016, 238-239)

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