Nicht, was ich will, aber richtig

Wenn du Fußball magst, hast du wahrscheinlich mitbekommen, dass Jürgen Klopp, einer der besten deutschen Trainer, am Ende der Saison bei seinem Verein FC Liverpool aufhören wird. Das hat er in einem längeren Video angekündigt, das auf allen Plattformen im Netz gezeigt wurde. Seine Rede erschütterte letzte Woche die Fußballwelt. Ich hab sie mir angeschaut und dabei sagte Kloppo einen Satz, den ich nicht vergessen werde: »Es ist nicht das, was ich will, aber es ist 100% richtig.«

Der Satz ist so besonders, weil er nicht in unsere Zeit passt. Eigentlich drücken wir mit allem, was wir sind, heute eher sowas aus: »Richtig ist, was ich will.« Es kränkt uns sehr, wenn wir falsch liegen und noch mehr, wenn andere uns das zeigen. Dabei haben wir als komplette Gesellschaft bei einer Lüge eingekauft. Aber mit dem Finger als Christen auf die Gesellschaft zeigen, ist auch nicht so nice. Denn... wir haben es auch so gemacht. Wir behaupten, wir hätten die Wahrheit. Dabei folgen wir ihr bzw. ihm »nur« nach (Johannes 14,6). Was wir verlernt haben, ist Demut. Demut, Falsches einzugestehen. Wir haben verlernt, dass es wahrscheinlich ist, dass wir auch falsch liegen könnten. Wir bleiben eben auch noch auf dem Weg. Wir haben nicht alles begriffen, sondern lernen Gott auch besser kennen.

Und wir haben verlernt, diesen Satz ehrlich zu Gott zu sagen: »Es ist nicht das, was ich will, aber es ist 100% richtig.« Immer dann, wenn wir uns unter Gottes Willen unterordnen. Wir haben durch die Bibel und das Evangelium von Jesus Christus drei Dinge bekommen. Erstens: Wir haben die wichtigsten Prinzipien von Gottes Willen klar offenbart (2. Timotheus 3,15-16). Zweitens: Jesus Christus hat uns durch das Evangelium Gottes Güte und Liebe bewiesen (Römer 5,8). Und drittens hat uns der Heilige Geist, der in uns lebt, fähig gemacht genau das zu tun (Johannes 14,26).

So vieles, was für uns als Auftrag in der Bibel steht, ist erstmal nicht das, was wir intuitiv machen: Die Zweite Meile gehen. Arme speisen. Gefangene besuchen. Hochmut verachten. Reichtum hinter uns zu lassen. Den Feind umarmen. Jesus nachfolgen, usw. Aber es ist das 100%-Richtige.

Ich habe mir in den letzten Monaten vorgenommen, Dinge zu tun, die ich im Glauben oft ignoriere. Ich will das mehr zulassen, indem ich Jesus neu bitte, durch mich zu wirken. Ich will handeln, weil mich das Evangelium antreibt. Und weil meine Gedanken ganz bei Jesus sind. Nicht das 100%-Richtige tun, um Gott zu beeindrucken, sondern weil Gott mich beeindruckt. Und verändert. Ich lade dich dazu, in diese Wahrheit einzukaufen. Und praktisches Leben mit Jesus zu entdecken.

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