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Bibel Impuls

Die zweite Chance

Als Simon Jesus zum ersten Mal begegnet, verändert das sein ganzes Leben. Jesus schenkt ihm eine persönliche Berufung: „Du sollst Menschen für mich gewinnen“. Ohne zu zögern, steigt er aus seinem Beruf aus, lässt sein Zuhause und seine Familie zurück und setzt alles auf eine Karte. Er folgt Jesus und bekommt sogar einen neuen Namen: „Petrus“ – der Fels, auf den ich meine Gemeinde bauen will.

Dann, an dem Abend als Jesus verhaftet wird, sagt er ihm, dass sein Glaube geprüft werden wird. Entschlossen erwidert Petrus, dass er Jesus sogar ins Gefängnis oder in den Tod folgen würde. Doch Jesus weiß es besser. „Ich sage dir, Petrus: Noch bevor heute Nacht der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, mich nicht zu kennen“ (Lukas 22,34). So kommt es. Als der Hahn kräht, dreht sich Jesus noch einmal um und sieht Petrus an, bevor er verprügelt, verurteilt und gekreuzigt wird. Petrus weiß: Das ist das Ende seiner Geschichte mit Jesus. Voller Verzweiflung geht er und weint bitterlich.

Doch das ist noch nicht das Ende. Nach seinem Tod kehrt Jesus zurück und sucht Petrus auf. Dreimal fragt er ihn: „Simon, liebst du mich?“ – „Du weißt alles, Herr“, antwortet Petrus, „Du weißt, dass ich dich liebe.“ In diesem Moment geschieht das Unfassbare. Jesus richtet diesen innerlich gebrochenen Mann wieder auf. Er vergibt ihm nicht nur, sondern er gibt ihm eine zweite Chance. Jesus erneuert den Auftrag, den er von Anfang an für Petrus bereitgehalten hatte: „Sorge für meine Schafe“ (Johannes 21,15ff.).

Jesus weiß lange vor Petrus, dass dieser sein Versprechen brechen und ihn schmählich im Stich lassen wird, um seine eigene Haut zu retten. Aber anstatt Petrus aufzugeben und sich abzuwenden, erinnert Jesus ihn daran, dass er ihn trotzdem berufen hat. Dass sein Auftrag gilt. Selbst nach diesem krassen Vertrauensbruch vertraut er ihm das Wertvollste an, das er hat – seine Gemeinde.

Jesus zeigt deutlich: Gott ist ein Gott der zweiten Chance. Egal, wie viel Gott vorher in uns investiert hat und wie schlimm wir vielleicht gefallen sind – Gott lässt sich durch unser Versagen nicht davon abbringen, uns zu berufen und zu gebrauchen. Das ist unsere Hoffnung: der Gott der zweiten Chancen.

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