Orte der Dunkelheit
„Gefängnisse sind Orte der Dunkelheit“, schreibt ein Mitarbeiter unserer Partnerorganisation in Ruanda. Er weiß, wovon er spricht: Seine Organisation besucht regelmäßig Strafgefangene, von denen manche seit über 30 Jahren einsitzen. Sie waren Täter des Genozids von 1994 in Ruanda, bei dem fast eine Million Menschen ermordet wurden. Unsere Partnerorganisation wurde kurze Zeit nach dem Völkermord gegründet und engagiert sich in vielen Versöhnungs-Projekten.
Im Gefängnis vermitteln die Mitarbeiter zwischen Tätern und Opfern, kümmern sich um die seelischen und körperlichen Bedürfnisse der Insassen und begleiten sie auf ihrem Weg zurück in die Freiheit. „Spirituelle Leere ist ein riesiges Problem für inhaftierte Menschen. Während der Jahre hinter Gittern breitet sich große Hoffnungslosigkeit in ihnen aus“, berichtet der Mitarbeiter weiter. „In Freiheit fallen viele von ihnen in alte Muster zurück. Ohne Selbstwert, teilweise von ihren Familien verlassen und gefangen in ihrer Vergangenheit, sehen manche keinen Sinn mehr im Leben. Evangelisation und Jüngerschaft haben einen erheblichen Einfluss auf die Resozialisierung der Gefangenen. Denn nur Jesus kann ihnen wahre Hoffnung geben. Wir wollen den Kreislauf von Finsternis und Verzweiflung durchbrechen – indem wir im Gefängnis das Evangelium weitergeben.“
Hierfür werden Gefängnisseelsorger und Insassen, die bereits Christen sind geschult. Daraus sollen in den Gefängnissen so etwas wie Hauskreise entstehen. Die Täter des Genozids von 1994 erfahren durch das Evangelium, dass Jesus auch für ihre Sünden gestorben ist.
Und auch für deine! Die Bibel fordert uns auf, das Thema Versöhnung in den Beziehungen zu unseren Mitmenschen anzugehen. In Römer 12,18 heißt es zum Beispiel: „Wenn es möglich ist und soweit es an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden.“ Wie sieht das grade bei dir aus?
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