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Stand Up Paddling

Es ist Donnerstag, 26. Juli, 8:30 Uhr. Bevor ich arbeite, bin ich mit Timo und seiner Mum zum Stand Up Paddling auf dem Zürichsee verabredet.
Die Sonne scheint. Die Temperatur ist perfekt. Die einzigen kleinen Wolken berühren leicht die Spitzen der nächsten Alpengipfel in der Ferne. Das Wasser ist optimal. Der Wind kräuselt es leicht. Eine Fähre oder ein vorbeifahrendes Motorboot schlägt eine sich ausbreitende Miniwelle auf den See. Ansonsten ist alles ruhig. Grünes Gras, zwitschernde Vögel. Fehlt nur noch mein sportliches Geschick auf dem Brett und es wäre der perfekte Start in den Tag.

Um das zu erreichen, bekomme ich eine kurze Erklärung und fühle mich dadurch so etwas drauf vorbereitet: Beim Start zuerst hinknien, etwas rauspaddeln und dann langsam von allen vieren aufstehen und dabei locker in den Knien bleiben.
Wir tragen die Boards in den See. Ich bin aufgeregt: Zum ersten Mal in meinem Leben soll ich wirklich „auf dem Wasser stehen“. So richtig Petrus-Style.  Ich bin gespannt, wie das klappen würde. Ein paar Sekunden später merke ich, dass es nicht klappt. Meine Knie zittern total, während ich verkrampft versuche, mich hinzustellen. Immer, wenn ich kurz davor bin, schaue ich nach unten. Das Board wackelt. Das Gleichgewicht fehlt.
Mittlerweile treibe ich durch die leichte Strömung wieder zurück ans Ufer. Ein guter Versuch muss jetzt unbedingt her, sonst falle ich vom Board auf die Felsen am Ufer. Aber wieder ein Fail. Der Respekt vor den Felsen am Boden lässt mich nur noch mehr verkrampfen. Aber diesmal kann ich mich nicht mehr auf die Knie retten, sondern lande nach unsicherem Hin- und Hergewackle im See.

Timos Mum sagt mir nach dem Auftauchen, ich soll beim nächsten Versuch auf den Horizont schauen und nicht aufs Board. Einen Punkt fokussieren und darauf zusteuern. Und es ist wirklich verrückt: Es funktioniert. Sofort! Ich stehe auf, schaue nach vorne und falle nicht in den See. Diese einfache Anweisung hat wirklich total gut geholfen.

Und während des Paddelns auf dem See fallen mir dann einige Vergleiche zu meinem Glaubensleben ein. Die perfekten Bedingungen reichen alle noch lange nicht, um geistlich voll durchzustarten. Ich glaube, der Fixpunkt, der jedes Leben in die Waage bringt, ist Jesus Christus. Wenn ich in meinem Alltag nicht auf Jesus ausgerichtet bin, falle ich dauernd hin, wackle hin und her, verkrampfe im Glauben und in meinem Leben.
Möchte dich einladen, dass du Jesus neu deinen Fokus sein lässt.

31.07.2018

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