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Dunkle Orte – Camp Moria

Das Flüchtlingscamp Moria befindet sich auf der griechischen Insel Lesbos und ist Europas größtes Flüchtlingslager. Das Camp wurde ursprünglich für 3.000 Personen geplant. Jetzt ist es mit etwa 19.000 Menschen völlig überfüllt! Viele der Geflüchteten haben in ihren Heimatländern Krieg erlebt. Nach einer riskanten Flucht über das Meer sind sie auf Lesbos gestrandet. Dort sitzen sie jetzt fest, beantragen Asyl und warten darauf, auf andere europäische Staaten verteilt oder abgeschoben zu werden.

Stell dir vor,
…du wärst plötzlich gezwungen, mit etwa 60 ethnischen Gruppen, die sich vorher teilweise bekämpft haben, auf engstem Raum zusammenzuleben.
…du müsstest dir mit 100 Personen eine Toilette teilen, mehrere 100 Meter bis zum nächsten Waschbecken gehen und Duschen wäre Luxus.
…du würdest dich als Frau im Dunklen nicht allein zu den Waschräumen trauen, weil du Angst vor einer Vergewaltigung hättest.
…du würdest stundenlang anstehen, um etwas zu essen zu bekommen.

Ganz ehrlich: Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber die Frage ist: Gibt es Hoffnung für dieses dunkle, hoffnungslose Camp Moria und was kann ich dafür tun?
Ein Bibelvers, der mich immer mega motiviert, steht in Epheser 5,8: „Früher gehörtet ihr zwar zur Finsternis, aber jetzt gehört ihr durch den Herrn zum Licht. Lebt nun auch als Menschen des Lichts!“ (NeÜ).
Wenn es in uns hell ist, wird auch unsere Umgebung hell. Wo Gottes Licht scheint, MUSS das Dunkel weichen. Deshalb fordere ich dich heraus:

Bete für die Flüchtlinge im Camp Moria – besonders für die vielen Kinder und die alleinreisenden Frauen! Dass Gott das Camp weiterhin vor Corona schützt und es in der EU-Asylpolitik vorwärtsgeht. Für die wenigen verbliebenen Volontäre vor Ort – dass Gott ihnen hilft, Licht in das Dunkel zu bringen.

Und gleichzeitig wünsche ich uns – dir und mir – offene Augen, offene Ohren, offene Herzen und offene Hände, dass wir die Not der Menschen vor unserer Haustür sehen und bereit sind, als „Menschen des Lichts“ zu leben. Gott kann und will durch uns sein hoffnungsspendendes Licht verbreiten. Lass dich heute einladen und motivieren, dein ganzes Leben dafür einzusetzen.

Foto: International Federation Red Cross/flickr/ CC BY-NC-ND 2.0

09.07.2020

Anna, Mitarbeiterin bei Global Aid Network (GAiN), eine internationale Hilfsorganisation, die sich auf Lesbos für Geflüchtete einsetzt.

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