Brauchen wir als Menschen Hilfe?
Das ist ein etwas längerer Text, falls du mit Menschen, die deinen Glauben kritisch sehen mal ein bisschen über die aktuelle Lage reden möchtest. Die Frage ist: Wie kommen wir als Menschheit aus dem Dilemma raus? Sind wir noch gut? Waren wir es schon mal? Brauchen wir Hilfe, also eine Rettung von außen?
Häufig sehen wir mit unserer westlich aufgeklärten Brille einen „guten Menschen“ vor uns, der sich immer weiterentwickelt und eigentlich keine Probleme hat. Mit dieser Sicht sind wir aber auf einem Auge blind. Wir sind schockiert von der Brutalität der Kriege auf der Welt. Früher liefen Kriege im Westen nur in schwarz-weiß. Jetzt sind sie bunt. Nah dran. Vier Jahre Krieg in der Ukraine. Wir haben uns dran gewöhnt... Das ist das Schockierende. DIe großen Fluchtbewegungen schocken uns nicht mehr. Geschockt sind die Menschen eher, wenn weiterhin Menschen es noch wagen nach Deutschland zu kommen. Wir sind aber auch geschockt von der Propaganda und den Lügen, die alle Seiten ins Netz stellen und die Menschen jahrelang geschluckt haben. Das Vertrauen zwischen Ländern, zwischen Institutionen und den Menschen ist vermutlich für Jahrzehnte massiv geschädigt. Das Vertrauen in Bilder durch KI ebenfalls.
Rassismus und Antisemitismus wächst in ganz Europa. Bei den Schlagworten #metoo und Epstein Files siehst du auch grade die Reaktion auf menschliche Abgründe vor dir. In Indien und Pakisten treiben Nationalisten Konflikte mit Minderheiten voran. Die muslimischen Uiguren in China werden nach wie vor verfolgt; ebenso weltweit fast 400 Millionen Christen. Libanon wird zum „Failed state“, was Haiti und Somalia schon längst sind. Der Gazastreifen liegt zu großen Teilen in Trümmern. Der Jemen bleibt mit mehr als 350.000 Toten in einem Krieg weiter unbekannt. Gerüchte von einem großen Krieg um den Iran mehren sich. Google außerdem mal "Kutupalong“ und stell es dir vor oder die Perspektivlosigkeit in südafrikanischen Townships. Die Mordrate von Hunderten von lateinamerikanischen Städten liegt um das 6-20-fache über der von Berlin. Soziale Netzwerke brachten nur scheinbar Gutes: Sie führten in Abhängigkeit, Desinformation, Oberflächlichkeit, Vergleichsdenken, verstärkten Materialismus. Und unser ganzer Wohlstand aktuell ist nur durch Ausbeutung der Umwelt und anderer Menschen und Länder so möglich. Und das ist alles nur die Spitze des Eisbergs des Menschseins. Sind wir als Menschen also gut? Ich will dich ermutigen, ehrlich mit jemandem, den du gut kennst und vielleicht kein Christ ist, über diese Frage zu sprechen. Was sind die Antworten der Menschen?
- Ist der Mensch gut? Woran siehst du das?
- Sind wir nach wie vor durch Propaganda einfach zu täuschen?
- Wir haben das Internet, KI und fliegen zum Mars – aber warum haben wir es in 5.000 Jahren nicht geschafft, den Hass, den Neid oder die Gier zu besiegen? Warum entwickeln wir unsere Tools weiter, aber nicht unseren Charakter?
- Gibt es für dich eine Epoche in der Geschichte, in der wir ‚besser‘ waren? Oder drehen wir uns nur im Kreis und tauschen lediglich die Waffen aus?
- Wer bringt die Veränderung, die wir brauchen?
- Wir lachen über die Menschen früher, die auf Propaganda reingefallen sind. Aber woran merkst du eigentlich, wenn du gerade manipuliert wirst? Was ist dein Anker für die Wahrheit?
- Glaubst du, wir wollen die Wahrheit überhaupt wissen, wenn sie unseren Lebensstandard bedroht? Sind wir vielleicht deshalb so leicht zu täuschen – weil die Lüge bequemer ist?
- Zu welcher Zeit waren wir am besten dran als Menschheit? In welche Zeit wollen wir zurück?
Okay, das ist etwas nerdy und vielleicht auch nicht so einfach. Gleichzeitig wäre es super spannend, was Menschen, die nicht an Gott glauben, aktuell darauf antworten. Vielleicht sind es Fragen, die dir helfen, um mit Menschen über Gottes Antwort zu sprechen:
Welche Antwort zeigt Gott durch die Bibel?
- Ein ehrlicher Blick in die Welt bestätigt zu jeder Zeit, dass wir ein Sündenproblem haben, das wir selbst nicht lösen können. Veränderung ist aber möglich, nicht durch Fleiß und unseren Verdienst, sondern durch Gottes Gnade. (Röm 3,10-27)
- Das bringt in uns in Beziehung zum Geist Gottes, der die Früchte, nach denen sich fast jeder auf der Welt sehnt, in uns wachsen lässt (Gal 5,22).
- Jesus eint Nationen, Denksysteme, Arm-und-Reich-Schere, Geschlechterkampf und Religionen (Galater 3,28).
- Wir haben “Ewigkeit im Herzen” (Prediger 3,11). Wir wünschen uns eigentlich nicht die Vergangenheit zurück, sondern das, was Gott uns verheißt: Eine Zeit ohne Ende bei ihm, in Liebe zu ihm, zu anderen Menschen und der neuen Erde.

