Mission

Aussichtlos!?

Wir leben in einem Dorf in Südostasien, das an einem recht großen, aber eher ruhigen Fluss liegt. Regnet es mehrere Tage am Stück, kann er durch viele Zuflüsse aus dem Dschungel extrem schnell anschwellen und über die Ufer treten. Bis zu 8 Meter pro Nacht! Dann wird der Fluss reißend schnell und sehr gefährlich.

In solchen Nächten sieht mein Mann Tony oft nach dem Boot und kontrolliert das Seil, mit dem es befestigt ist. So auch in dieser Nacht. Es regnete ununterbrochen und der Fluss wurde immer lauter. Um 5 Uhr morgens kam Tony bleich ins Haus zurück: „Das Seil ist gerissen. Das Boot ist weg.

Dieses Boot ist unsere einzige Verbindung zur Außenwelt. Es gibt keine Straßen und damals hatten wir noch kein Internet. Und genau an diesem Tag musste ich in die Stadt fahren, um online bei der Beerdigung meines Opas dabei zu sein.

Unter den Dorfbewohnern fanden wir problemlos jemanden, der mich in die Stadt bringen würde. Sie sagten aber auch deutlich: Es wäre ein Wunder, unser Boot wiederzufinden. Der reißende Fluss hatte es mit Sicherheit längst in mehrere Teile zerbrochen.

Als wir unsere Kinder weckten und ihnen erzählten, was los war, sagte Tony: „Wo ist Noahs Arche gelandet, nachdem sie so lange im Regen durchgerüttelt wurde? Auf einem Berg. Gott weiß ganz genau, wo unser Boot ist. Er weiß, ob es noch ganz oder schon kaputt ist. Lasst uns beten, dass es irgendwo sicher ist und wir es wiederfinden!“

Wenig später saß ich in einem Boot Richtung Stadt. Anfangs erwartete ich noch, hinter jeder Flussbiegung unser Boot zu sehen. Ich schaute unter jeden tiefhängenden Ast und bei jedem Stück Holz im Wasser dachte ich: „Unser Boot!“
Doch nichts. *Die Zeit verging und meine Hoffnung schwand. *

Da rief auf einmal einer der Einheimischen: „Da ist es! Da ist es! Unglaublich, da ist es!“ Ich konnte es kaum fassen: Auf einer kleinen Flussinsel lag unser Boot – völlig unversehrt, als hätte es jemand vorsichtig dort abgestellt. Das gerissene Seil hatte sich in einigen Ästen verfangen und das Boot festgehalten. Meine Begleiter meinten fassungslos: „Da muss euer Gott wohl einen besonderen Schutzengel geschickt haben.“ Unseren Kindern war völlig klar: „Gott das Boot bewahrt, wir haben doch dafür gebetet!“

Was ist dein „Boot“ in deinem Leben? Worauf hast du die Hoffnung aufgegeben? Möchtest du Gott erneut dein Vertrauen aussprechen?

Dieser Beitrag wurde von Ethnos360 bereitgestellt.

Ethnos360Ethnos360

Lese mehr Impulse in der 365 STEPS-App

Google PlayApp Store
365 STEPS App

Schau dir mehr Impulse an

Unterstütze uns

STEPS ist möglich, weil richtig viele Leute jeden Monat etwas geben. Dadurch können wir vieles bei STEPS kostenlos anbieten.