Für Gott gibt es kein Zu-spät
Hanna ist vor wenigen Wochen nach Nepal aufgebrochen. Dort absolvierte sie im Rahmen ihres Medizinstudiums ein Fachpraktikum an einer christlichen Klinik in Zentralnepal, einem Projektpartner von Coworkers. Ganz leicht fiel ihr dieser Schritt zunächst nicht: „Ich hatte gebetet, dass Gott mich dorthin führt, wo er mich haben möchte. Gleichzeitig war ich gespannt, allein in ein fremdes Land zu reisen, dessen Sprache ich nicht verstand.“
In der Klinik werden täglich Patienten behandelt, die oft eine lange und beschwerliche Anreise hinter sich haben. Gerade in den ländlichen Regionen Nepals gibt es keine gute medizinische Versorgung. Entsprechend groß ist der Andrang: Manche Patienten kommen bereits um 5 Uhr morgens und warten stundenlang auf einen Termin. Hanna durfte bei Sprechstunden dabei sein, bei Operationen assistieren und den Ärzten in der HNO-Abteilung, der Chirurgie und der Dermatologie über die Schulter schauen.
Die Klinik hat es sich zur Aufgabe gemacht, sozial benachteiligten Menschen Gottes Liebe und Fürsorge ganz praktisch weiterzugeben. In den Teambesprechungen beten die Mitarbeiter für ihre Patienten. Und wer sich eine Behandlung nicht leisten kann, erhält finanzielle Unterstützung.
Wie dringend diese Hilfe gebraucht wird, hat Hanna bei Leprapatienten erlebt: „Bei diesen Patienten habe ich gesehen, welchen Unterschied es macht, ob Menschen rechtzeitig oder erst sehr spät Hilfe suchen. In Nepal ist Lepra noch immer stark stigmatisiert. Betroffene werden häufig ausgegrenzt, sobald ihre Erkrankung bekannt wird. Deshalb wenden sich viele erst dann an Ärzte, wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist.“
Aus dieser Erfahrung hat Hanna auch etwas für ihren Glauben mitgenommen: „Man darf sich trauen, mutig aufzubrechen, ganz egal in welchem Bereich des Lebens. Und selbst wenn es erst später passiert: Für Gott gibt es nie ein Zu-spät!“
Und welcher Aufbruch ist bei dir gerade dran?
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