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Gerade noch entkommen!

Vom Bürgerkrieg traumatisiert; von Cholera geschwächt; vom Hunger geplagt. Und jetzt auch noch Corona. Kaum bemerkt von der Weltöffentlichkeit ereignet sich im Jemen eine der aktuell größten humanitären Katastrophen. Die wenigen Christen im Land riskieren inmitten des Leids ihr Leben, um Brot und Hoffnung weiterzugeben.

Die Zahl der Christen im Land ist verschwindend gering, verlässliche Zahlen gibt es keine. Wer sich zu Jesus bekennt, riskiert sein Leben. Viele werden bedroht, inhaftiert oder gar ermordet. Wegen des immensen Drucks fliehen manche Christen aus ihrer Heimat, um der Verfolgung zu entkommen. Einige Mutige bleiben jedoch und helfen ihren durch den Krieg völlig verarmten Landsleuten mit Essenspaketen in der Not. Diese Verteilungen zählen zu den wenigen Möglichkeiten, um nicht nur Brot und Nächstenliebe weiterzugeben, sondern auch im Geheimen das Evangelium zu erzählen. Welche Konsequenzen das jedoch haben kann, berichtet ein Mitarbeiter der lokalen Partnerorganisation von Hilfe für Brüder International:

„Ahmad und Fatma (Namen geändert) waren gerade mit ihren beiden kleinen Töchtern auf dem Heimweg. Sie hatten in einem entlegenen Gebiet Lebensmittel an hungernde Familien verteilt und dabei von der Liebe Jesu erzählt. An einem Grenzposten wurden die Christen angehalten. Die lokale Polizei hatte von der Verteilaktion Wind bekommen und den Soldaten von der Familie berichtet. Nun sollten diese Ahmad für ein Verhör zurückholen. Mit großer Mühe überredete der Familienvater die Soldaten, seine Frau und Kinder vorher nach Hause bringen zu dürfen. Dort angekommen, vernichteten sie alles, was auf ihren christlichen Glauben hindeuten könnte. Anschließend flohen sie ins Ausland mithilfe eines einflussreichen muslimischen Bekannten, der selbst aber keinen großen Wert auf Religion legt. Sie waren dem Verhör und seinen möglichen schlimmeren Folgen entkommen. Trotz der hinter ihnen liegenden angstvollen Stunden möchten Ahmad und Fatma in ihre Heimat zurückkehren, sobald die Soldaten sie in den Wirren des Krieges vergessen und nicht mehr nach ihnen suchen. Sie wollen dort ihren Landsleuten weiter von Jesus zu erzählen.“

Bitte bete für die mutigen Christen im Jemen und die vielen anderen, die weltweit aufgrund ihres Glaubens an Jesus Verfolgung leiden.

Dieser Beitrag wurde von Hilfe für Brüder International weitergestellt.

25.11.2020

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