ZeitDie Kunst zu scheitern

Mission

Blinde sehen

Ich heiße Tanja, bin 31 Jahre alt, Juristin, und träume davon, einmal Richterin zu werden. Noch heute staune ich, was Gott in meinem Leben getan hat. Ich sehe die Welt mit offenen Augen. Es gab eine Zeit, da war das absolut nicht so…

Ich bin in einer guten, liebevollen Familie aufgewachsen, die Gott kannte. Ich ging zur Kirche und liebte diese glückliche Zeit. Als ich acht Jahre alt war, bekam ich ernsthafte Probleme. Ich verlor beinahe meine Sehkraft. Nach einem Jahr bekam ich eine Brille mit starken Gläsern und es ging wieder besser.

Mit 15 habe ich den Rest des Augenlichtes verloren und konnte nur noch ein paar Zentimeter sehen. Dazu kamen weitere Krankheiten, sodass ich das letzte Schuljahr verpasste. Womit hatte ich das verdient?! Alle anderen hatten so ein tolles Leben – Schule, Abschluss, Freunde. Ich habe immer nur gehört, was die anderen erlebten. Ich wurde gemobbt. Ich blieb zu Hause…
als das einsamste blinde Mädchen der Welt.

Ich verwandelte mich in eine boshafte Kreatur. Ich machte Gott für mein Unglück verantwortlich. Damit war ich eine Plage für mich und meine Familie. Selbst enge Freunde hatten es schwer mit mir. Ich vegetierte vor mich hin.

Doch irgendwann habe ich alles losgelassen und meine Situation angenommen. Heute denke ich, dass mir die Gebete meiner Familie und Freunde geholfen haben. Auf einmal verstand ich, dass es zwei Arten Sehen gibt: die physische und die geistliche. Obwohl ich praktisch nichts mehr sah, außer grellem Licht, erkannte ich Gottes unendliche Liebe, seine Barmherzigkeit und Hoffnung für mich.

Gerade als ich akzeptiert hatte, dass ich nie wieder sehen werde, bekam ich mein Augenlicht zurück. Einfach so, als Geschenk von Gott. Die Ärzte können sich bis heute nicht erklären wie. Ich kenne die Antwort: Es war Jesus. Durch die Krankheit hat er mich zu sich geführt. Jetzt war ich die Glücklichste auf der ganzen Welt – ich konnte sehen!

Gottes Freundschaft zu mir hat eine lange Geschichte. Er hat mich immer gesehen, auch heute. Jeder Mensch ist für Gott ein Unikat mit unschätzbarem Wert. Wenn du keinen Ausweg mehr siehst und in deinem Leben kein Licht scheint, dann glaube mit deinem ganzen Herzen und sage: „Lieber Gott, ich will sehen!“

Von Martin und Anja Teubert (Ostukraine)

Bitte bete für die Ukraine:
Die Kämpfe an der russischen Grenze haben leider nicht aufgehört. Wir haben einige im Bekanntenkreis, die immer wieder dort sind, als Seelsorger, Grenzwächter und im medizinischen Einsatz. Bisher sind alle lebend zurückgekehrt. Ab und zu sieht man auf dem Friedhof Beerdigungen gefallener Soldaten.

Dieser Beitrag wurde von der DMG zur Verfügung gestellt.

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